Eigentlich wollten wir heute von der Ankunft in Amman/Jordanien berichten, und darüber, ob das Team von Dora Asemwald Racing am Montag bei der Siegerehrung höher steht, als das Gros der Mannschaften. Aber es hat sich viel getan. Nach einem fulminanten Start, der das Team an die Spitze der Sonderwertung ‘Größter Umweg’ gesetzt hat, kam das Team erfolgreich 4 Tage später in Istanbul an. Es gab dort einige interessante Challenges und einen eindrucksvollen ‘LeMans’-Start, der von Oriental Proms Team grandios verfilmt wurde: hier ansehbar. Dabei sieht man auch einmal, wie ein Wagen des Dora Teams überholt wird . Anschließend führte die Rallye durch die Türkei. Da die Fahrt über Syrien nicht möglich war, wurden vom Organisationskommitee (OK) Fähren nach Zypern besorgt, die mit 14 Stunden Verspätung auch starteten. Der Tag in Zypern war sonnig, und das Team Äffle-und-Pferdle berichtet:
“Heute sind wir Staatsgäste der Türkischen Republik Nordzypern. Empfang durch den Premierminister, Fokloregruppen, unzählige TV-Teams und Fotografen, abgesperrte Straßen, klatschende Menschen am Straßenrand, Geschenke und Blumen für jeden Rallyefahrer und ein bezauberndes Land…”
Dann ging es wieder auf 3 Fähren, wobei Fahrzeuge und Fahrer getrennt eingeschifft wurden. Auch dies führte zu Verzögerungen. Das Ziel sollte Port Said in Ägypten sein, von wo die Rallye-Fahrzeuge einen 500km langem Rundkurs über die Sinai-Halbinsel absolvieren sollten, um dann schließlich wieder mittels Fähre nach Akabar eingeschifft zu werden.
Leider stellte sich eine Fähre als so langsam heraus, das die anvisierte Reisezeit von 22 Stunden nach Port Said auf 30 Stunden angehoben werden mußte. Das Bier wurde knapp
Zitat des High-Performance-Teams:
Jetzt dümpeln wir mit Ruderbootgeschwindigkeit vor uns hin (etwa acht Knoten). Sogar Treibgut überholt uns.
Dann der Schock: auch nach Ägypten wird die Einreise verweigert. Erste News darüber fand ich auf der Seite der Dust-Busters:
Leider hat uns der Herr am Telefon erklärt das die Ägyptische Regierung kurzfristig noch einen Rückzieher gemacht hat (Genaue Gründe sind uns noch unbekannt) und das die Fähren kehrt machen mussten und jetzt auf den Rückweg in den Hafen von Tasucu (Türkei) sind.
Zu unserem Team ist der direkte Kontakt abgebrochen, ist das Handy kaputt oder der Akku leer? Wir wissen es nicht…
Die Stimmung an Bord gibt dieser Artikel wohl gut wieder: hier online. Ein Auszug daraus:
So hatte ich mir das nicht vorgestellt, das einzig Schöne an Bord ist der Sternenhimmel, den wir in Schlafsäcken eingepackt auf unserem Lager direkt auf dem Deck neben dem immer dröhnenden Schornstein genießen können
Die Fähre wird wohl direkt nach Tasucu zurückfahren. Das ist der türkische Hafen, von dem sie gestartet sind. Voraussichtliche Ankunft in der Türkei Samstag im Laufe des Tages. Wasser ist vorhanden, Essen wird wohl knapp. Ich kann mir nur vorstellen, das dies auch das Ende der diesjährigen Rallye sein wird.
Das Team Dora Asemwald Racing hat übrigens auf dem Albsee vorher heimlich trainiert:







